Satzung

Satzung des Burschenverein Egmating e.V.

 

1. Abschnitt: Name, Sitz und Zweck

§ 1 Name und Sitz

Der Verein führt den Namen „Burschenverein Egmating e.V.“. Sein Sitz ist Egmating.

§ 2 Zweck

Der Verein fördert das Zusammenhalten und bemüht sich um gesellige Unterhaltung; er unternimmt nach Möglichkeit jährlich einen Ausflug; er hält im Jahr mehrere Tänze ab. Alle fünf Jahre soll im Vereinsort ein Maibaum aufgestellt werden.

2. Abschnitt: Mitgliedschaft

§ 3 Mitglieder

Der Verein besteht aus aktiven Mitgliedern und aus Ehrenmitgliedern.

§ 4 Aufnahme

(1) Aufgenommen werden können ortsansässige ledige Burschen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben. Über die Aufnahme entscheidet die Vorstandschaft.

(2) Des weiteren können nicht ortsansässige ledige Burschen, die das 16. Lebensjahr vollendet haben Mitglied im Burschenverein Egmating werden. Über die Aufnahme in einem solchem Fall entscheidet die Mitgliederversammlung.

(3) Wird die Aufnahme in den Verein nach Absatz 1 abgelehnt oder innerhalb von sechs Monaten nicht behandelt, so kann die Entscheidung der Mitgliederversammlung angerufen werden. Diese muß bei der nächsten Versammlung über die Aufnahme entscheiden.

(4) Eine Ablehnung bedarf keiner Begründung.

§ 5 Beginn der Mitgliedschaft

Die Mitgliedschaft beginnt mit dem Aufnahmebeschluß.

§ 6 Ehrenmitgliedschaft

Zu Ehrenmitgliedern können nur solche Personen ernannt werden, die sich um den Verein besondere Verdienste erworben haben. Voraussetzung ist eine 16-jährige Mitgliedschaft beim Verein. Die Ernennung erfolgt durch die Mitgliederversammlung mit 2/3-Mehrheit. Den Ehrenmitgliedern wird zur Bestätigung eine Ehrenurkunde überreicht, sie haben keine Beiträge mehr zu leisten.

§ 7 Ende der Mitgliedschaft

(1) Die Mitgliedschaft endet durch:

a) Tod

b) Austritt

c) Streichung

d) Ausschluß

e) Heirat

(2) Der Austritt ist gegenüber einem Mitglied der Vorstandschaft schriftlich zu erklären.

(3) Ein Mitglied kann durch Beschluß der Vorstandschaft gestrichen werden, wenn es trotz zweimaliger schriftlicher Aufforderung unter Hinweis auf die Folgen mit seiner Beitragsleistung mehr als sechs Monate im Rückstand ist.

(4) Ein Mitglied kann ausgeschlossen werden, wenn es vorsätzlich gegen die Satzung verstößt oder wenn ihm erheblich vereinsschädigendes Verhalten nachzuweisen ist. Über den Ausschluß entscheidet die Mitgliederversammlung auf Antrag der Vorstandschaft mit absoluter Mehrheit. Ein ausgeschlossenes Mitglied kann frühestens nach einem Jahr und nur mit Zustimmung der Mitgliederversammlung wieder aufgenommen werden.

(5) Gezahlte Beiträge werden nicht zurückerstattet.

§ 8 Rechte und Pflichten der Mitglieder

(1) Jedes Mitglied hat das aktive und passive Stimmrecht.

(2) Jedes Mitglied hat das Recht und die Pflicht an den Versammlungen und Veranstaltungen des Vereins nach bestem Wissen und Gewissen teilzunehmen.

(3) Jedes Mitglied hat das Recht an der Willensbildung in den Organen, denen es angehört, durch Diskussion, Anträge, Abstimmungen und Wahlen mitzuwirken.

(4) Den Anordnungen der Vorstandschaft ist unbedingt Folge zu leisten.

(5) Jedes Mitglied hat das Recht, zur kurzen Lederhose einen Hosenträger des Vereins zu tragen.

3. Abschnitt: Organe des Vereins

§ 9 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind:

  • die Mitgliederversammlung
  • die Vorstandschaft
  • der Festausschuß
  • die Kassenprüfer

§ 10 Mitgliederversammlung

(1) Die Mitgliederversammlung besteht aus allen Mitglieder des Vereins.

(2) Zu den Aufgaben der Mitgliederversammlung gehören:

a) Wahlen zur Vorstandschaft,

b) Entgegennahme des finanziellen Rechenschaftsberichtes und des Arbeitsberichtes der Vorstandschaft sowie deren Entlastung,

c) Wahl von zwei Kassenprüfern,

d) Nachwahlen zur Vorstandschaft,

e) Wahlen zum Festausschuß,

f) Entscheidungen über größere Vorhaben des Vereins,

g) Entscheidung über den Ausschluß eines Mitgliedes,

h) Ernennung eines aktiven Mitgliedes zum Ehrenmitglied,

i) Entscheidungen über die Änderung der Beitragsordnung,

j) Entscheidungen über Satzungsänderungen,

k) Entscheidung über die Auflösung des Vereins.

(3) Einmal im Jahr muß die Vorstandschaft die Mitgliederversammlung zur Jahreshauptversammlung einberufen. Diese soll in der Fastenzeit stattfinden.

(4) Die Vorstandschaft kann die Mitgliederversammlung einberufen, wenn ein Grund im Sinne des Absatzes 2 d) bis k) vorliegt.

(5) Die Vorstandschaft muß die Mitgliederversammlung innerhalb eines Monats einberufen, wenn mindestens ¼ der Mitglieder dieses fordert.

(6) Die Mitgliederversammlung ist schriftlich unter der Angabe der Tagesordnung mit einer Frist von mindestens sieben Tagen einzuberufen.

(7) Über jede Mitgliederversammlung ist ein Protokoll zu fertigen und vom Versammlungsleiter und vom Protokollführer zu unterzeichnen.

(8) Versammlungsleiter ist der 1. Vorstand oder dessen Vertreter.

(9) Protokollführer ist der 1. Schriftführer oder dessen Vertreter.

§ 11 Kassenprüfer

(1) Die beiden Kassenprüfer haben die Aufgabe einmal jährlich, vor der Jahreshauptversammlung, die Kasse und die Kassenbuchführung zu prüfen und ihren Bericht der Jahreshauptversammlung vorzulegen.

(2) Die Kassenprüfer sollen nicht zugleich Mitglieder der Vorstandschaft sein.

§ 12 Vorstandschaft

(1) Die Vorstandschaft besteht aus dem ersten und zweiten Vorstand, dem ersten und zweiten Kassier, dem ersten und zweiten Schriftführer, sowie einem Beisitzer.

(2) Die Amtszeit der Vorstandschaft beträgt zwei Jahre. Sie beginnt am Tage nach der Neuwahl und endet mit dem Tage der Neuwahl einer neuen Vorstandschaft.

(2) Der 1. Vorstand hat das Recht und die Pflicht, den Verein in allen Angelegenheiten gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten. Er hat die Vorstandschaft mindestens sechsmal im Jahr einzuberufen.

(3) Der 2. Vorstand hat das Recht und die Pflicht, in Abwesenheit des 1. Vorstandes, den Verein in allen Angelegenheiten gerichtlich und außergerichtlich zu vertreten und den 1. Vorstand in seiner Arbeit zu unterstützen.

(4) Der Kassier hat die Aufgabe über alle Einnahmen und Ausgaben des Vereins Buch zu führen und die Kasse zu verwalten.

(5) Der 2. Kassier hat die Aufgabe den 1. Kassier, in dessen Abwesenheit, zu vertreten und in seiner Arbeit zu unterstützen.

(6) Der 1. Schriftführer hat die Aufgabe, Protokoll über alle Vereinsvorgänge zu führen.

(7) Der 2. Schriftführer vertritt den 1. Schriftführer in dessen Abwesenheit und unterstützt ihn in seiner Arbeit.

(8) Jedes Mitglied der Vorstandschaft ist zur Erfüllung der, ihm von der Mitgliederversammlung oder Vorstandschaft übertragenen Aufgaben alleinvertretungsberechtigt.

§ 13 Aufgabe der Vorstandschaft

Die Vorstandschaft hat die Aufgabe, die Aktivitäten des Vereins zu organisieren und zu koordinieren. Sie entscheidet in allen Fällen, die nicht von der Mitgliederversammlung entschieden werden müssen.

§ 14 Festausschuß

(1) Steht ein größeres Fest, zum Beispiel ein Gründungsjubiläum oder ein Maifest an, so kann die Vorstandschaft die Einsetzung eines Festausschusses für einen bestimmten Zeitraum beschließen.

(2) Der Festausschuß besteht aus den sieben Mitgliedern der Vorstandschaft und aus weiteren sechs Mitgliedern. Diese sind von der Mitgliederversammlung zu wählen.

(3) Der Festausschuß nimmt während der Zeit seines Bestehens alle Aufgaben, Recht und Pflichten der Vorstandschaft war.

4. Abschnitt: Wahlen und Abstimmungen

§ 15 Beschlußfähigkeit

(1) Die Mitgliederversammlung ist beschlußfähig wenn mindestens ¼ der Mitglieder anwesend ist.

(2) Die Vorstandschaft und der Festausschuß sind beschlußfähig, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder anwesend sind.

(3) Die Beschlußfähigkeit besteht solange, bis auf Antrag das Gegenteil festgestellt ist.

(4) Im Falle der Beschlußunfähigkeit wird die Versammlung oder Sitzung innerhalb von zwei Wochen mit derselben Tagesordnung, soweit sie noch nicht behandelt ist, wiederholt; dann besteht Beschlußfähigkeit ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden Mitglieder.

§ 16 Stimmrecht

(1) Jedes Mitglied hat nur eine Stimme.

(2) Zur Stimmabgabe ist persönliche Anwesenheit erforderlich.

(3) Minderjährige Mitglieder sind voll stimmberechtigt.

(4) Das Stimmrecht ist nicht übertragbar, auch nicht auf den gesetzlichen Vertreter bei Minderjährigen.

§ 17 Wahlen

(1) Für Wahlen sind Wahlausschüsse zu bilden, die von der Mitgliederversammlung in offener Abstimmung zu berufen sind.

(2) Für die Wahlen zur Vorstandschaft gilt folgendes:

a) Die Mitglieder der Vorstandschaft sind in Einzelabstimmung mit absoluter Mehrheit der abgegebenen gültigen Stimmen geheim zu wählen.

b) Erhält kein Bewerber die notwendige absolute Mehrheit erfolgt Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit den meisten Stimmen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

c) Erhält ein Bewerber bei einer Einzelabstimmung mehr Nein- als Ja-Stimmen, ist er nicht gewählt.

(3) Für die Wahlen der weiteren Mitglieder des Festausschusses gilt:

a) Die weiteren Mitglieder des Festausschusses werden in Sammelabstimmung mit relativer Mehrheit geheim gewählt.

b) Mitglieder haben jeweils so viele Stimmen wie Bewerber zu wählen sind. Stimmzettel, auf denen weniger als die Hälfte der möglichen Stimmen für wählbare Bewerber oder mehr als die möglichen Stimmen abgegeben sind, sind ungültig. Bei der Berechnung der Mindeststimmenzahl ist nach oben aufzurunden.

c) Erhalten zwei oder mehr Bewerber die gleiche Stimmenzahl, erfolgt Stichwahl zwischen diesen. Bei Stimmengleichheit entscheidet das Los.

(4) Die Kassenprüfer werden von der Mitgliederversammlung in offener Abstimmung für zwei Jahre gewählt.

(5) Ungültige Stimmen bei der Ermittlung der Mehrheiten sind:

a) bei allen Wahlen Stimmenthaltungen;

b) bei allen Wahlen die Stimmen, die auf Mitglieder entfallen, die ihr Einverständnis mit einer Kandidatur verweigert oder bedingt erklärt haben;

c) bei Sammelabstimmungen gilt Absatz 3 b).

(6) Auf Nein lautende Stimmen sind außer bei Stichwahlen und Sammelabstimmungen gültige Stimmen.

§ 18 Abstimmungen

(1) Soweit in dieser Satzung nicht anders geregelt, ist für alle Beschlüsse die absolute Mehrheit erforderlich.

(2) Auf Antrag müssen alle Abstimmungen geheim abgehalten werden.

 

5. Abschnitt: Satzungsänderungen und Auflösung des Vereins

§ 19 Satzungsänderungen

(1) Satzungsänderungen können nur durch die Mitgliederversammlung beschlossen werden und sind in die Tagesordnung aufzunehmen.

(2) Die Mitgliederversammlung entscheidet über Satzungsänderungen mit 2/3-Mehrheit.

(3) Der Vereinszweck kann mit der Satzung geändert werden.

§ 20 Auflösung des Vereins

(1) Der Verein kann aufgelöst werden, wenn die Mitgliederzahl kleiner sieben ist.

(2) Die Kasse fällt dem hiesigen Katholischen Pfarrkindergarten zu. Das Inventar wird zum Verkauf freigegeben und der Erlös fällt ebenfalls dem Kindergarten zugute.

(3) Kein Mitglied hat Anspruch auf Rückzahlung geleisteter Beiträge, auf das Inventar oder das Vermögen.

6. Abschnitt: Allgemeine Bestimmungen

§ 21 Beitrag

(1) Die Höhe des Beitrages wird in der Beitragsordnung geregelt.

(2) Über die Beitragsordnung stimmt die Mitgliederversammlung mit absoluter Mehrheit ab.

§ 22 Gebräuche und Sitten

(1) Alle fünf Jahre soll der Burschenverein bestrebt sein, einen Maibaum in Egmating aufzustellen.

(2) Jedes Mitglied, das heiratet, bekommt ein Geschenk. Es muß für jedes Mitglied gleich sein; Unterschiede dürfen nicht gemacht werden.

(3) Nach Möglichkeit soll jedes Jahr ein Ausflug durchgeführt werden.

(4) Desweiteren gelten alle bisher bekannten und durchgeführten Gebräuche (z.B. Hochzeitsbaumaufstellen).

§ 23 Schlußbestimmungen

(1) Die Satzung in der geänderten Fassung tritt am 10. November 2000 in Kraft.

(2) Neuaufgenommene Mitglieder erhalten je eine Abschrift der Vereinssatzung.